Katholischer Friedhof am Trantenrother Weg – Witten

Weit ab vom Schuss, wo Witten fast schon einen ländlichen Eindruck macht, liegt der katholische Friedhof am Trantenrother Weg. Eine erste Besonderheit fällt nicht gleich ins Auge: Der Friedhof ist entlang seiner großen Wegachse geteilt, der rechte Teil gehört zur Gemeinde St. Franziskus und der linke Teil ist der Gemeinde St. Marien angegliedert.

Er ist damit einer von zwei Friedhöfen der Gemeinde St. Marien in Witten.

Kommt man durch das Tor am Trantenrother Weg begenet der Friedhof dem Besucher ruhig und weit. Rasenflächen wechseln sich mit dichter belegten Grabreihen ab, zur rechten Seite liegt die Trauerhalle der St. Franziskus Gemeinde und hinter dem Friedhof beginnt ein Waldstück.

 

 

Die Grabmale bilden eine optisch gut harmonierende Mischung aus “Klassikern”, Kreuze und Steine wechseln sich mit gelegentlichen figürlichen Darstellungen ab.

 

 

 

Katholischer Friedhof Trantenrother Weg Witten Heven, Grabmal mit Jesus am Kreuz

 

Hinter einigen Büschen begegnet dem Besucher ein größeres Familiengrab von einer kleinen Hecke umsäumt. Die Figur darauf ist weder religiös, noch hat sie einen offensichtlichen Bezug zum Tod oder Bestattunge – die kniehohe Darstellung eines Pferdes.

 

 

Es ist im Lauf dargestellt, trotz der kleinen Größe macht die Figur einen dynamischen Eindruck. Reitzubehör ist keines zu sehen –  es scheint nicht darauf aus zu sein, einen Menschen zu tragen. Über die Verbindung der Pferdefigur zu dem oder den Verstorbenen gibt das Grabmal keinen Aufschluss.

 

Im hinteren Teil des Friedhofs liegt eine hohe Wiese auf der sich nur einzelne Gräber befinden. Aus dem Gras ragt ein Grabmal aus hellbraunem Stein mit unscheinbarer Rückseite. Umrundet der Besucher das Grab, bietet sich eine interessante und einzigartige Gestaltung der niedrigen Steinsteele, eine kleine Höhle beherbergt einige Steine. Name und Lebensdaten des Verstorbenen sind von gelben Rosen verdeckt.

 

 

Auf jedem Friedhof anders und immer interessant und aufschlussreich sind die für die Grabinschriften gewählten Schriftarten. Manchmal spiegeln sie die Mode der Zeit, wie bei diesem Pfarrersgrab aus den 60er Jahren oder sind so zurückhaltend und neutral wie möglich gewählt. Da fällt diese Beschriftung in altdeutscher Handschrift besonders ins Auge – womöglich handelt es sich gar um den vom Verstorbenen handgeschriebenen Namenszug.

 

 

Immer wieder begnet dem Friefhofsbesucher die friedhofseigene Flaschenpost: Kleine Hinweisschilder, die von der zuständigen Friedhofsgemeinde für die Inhaber des Grabes hinterlassen werden. Friedhöfe tragen sich größtenteils selbst und müssen wie jede andere wirtschaftliche Unternehmung ein gefragtes Produkt anbieten. Friedhofsverwaltungen achten daher oft peinlich genau auf einen ordentlichen und gepflegten Gesamteindruck ihres Friedhofs.

 

Katholischer Friedhof Heven Hinweisschild Grabpflege dringend erforderlich

 

 

 

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